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Das könnt ihr doch nicht machen ………
Das war der Satz, den wir in den letzten Wochen von allen zu hören bekamen, denen wir unsere Neuigkeit mitteilten. Und was war die Neuigkeit ?
„Die Yellow Rabbits machen keinen OSTERDANCE mehr“.
Aber warum nur ? Die Antwort darauf nun der Reihe nach.
Als wir im Jahre 1997 beschlossen einen „Osterdance“ zu machen, da war es schon klar, dass es für uns in den nächsten Jahren kein geruhsames Ostern mehr geben würde. Für alle Mitglieder war „Urlaubssperre“ angesagt. Trotzdem entschied die Mitgliederversammlung dass wir es riskieren sollten. Wir wollten ein Special machen, bei dem die Tänzer im Mittelpunkt stehen und sich rundum wohlfühlen. Wir entwickelten ein Programm bei dem MS im Mittelpunkt steht, aber auch B, PL, und A1 in ausreichender Zeit angeboten werden. Das Ergebnis war ein 2 Hallen Konzept. Auch in Bezug auf die Caller hatten wir bestimmte Vorstellungen. Wir wollten eine Mischung aus erfahrenen Callern und so genannten „Unbekannten“. Wichtig für uns war immer, dass die Caller gut harmonierten und den Tänzern vor allem Spaß vermitteln. Mit diesem Konzept starteten wir unseren 1. „Osterdance“.
Neben den Arbeiten am Ostermontag selbst, wo natürlich jede Hand gebraucht wurde, begannen die Arbeiten bereits Tage vorher. Einkaufen, Dekoration basteln, Kuchentheke und Bühnenelemente putzen und zur Halle transportieren. Die Turngeräte aus den Nebenräumen ausräumen, die zum Tanzsaal umfunktionierten Klassenzimmer leerräumen und diverse Flure zu Umkleideräumen umfunktionieren. Die Tanzhallen und die Bühne dekorieren und Tische und Stühle aufstellen. Und wenn das alles geschehen war, durfte jedes Mitglied noch 2 Kuchen bzw. Torten backen.
Wenn dann am Ostersonntag alle Arbeiten abgeschlossen waren blieb nur noch die Frage „Haben wir nichts vergessen?“
Am Ostermontag ging es dann bereits um 9.°°Uhr los. Ab 10.°°Uhr standen schon die ersten Gästen vor der Tür und wünschten natürlich gleich einen Kaffee und ein Frühstück. Schnell bildeten sich Schlangen an der Registration und wir kamen mächtig ins Schwitzen. Und dann ging es für alle unsere Mitglieder und die zur Verstärkung hinzu gekommenen Familienmitglieder voll durch bis zum Ende. Die Speisen wurden von uns selbst zubereitet und ausgegeben. Da Ostermontag leider kein Supermarkt geöffnet hat, muss alles vorher möglichst genau geplant und eingekauft sein. Nur einmal von insgesamt 13 Osterdances waren wir bereits um 17.00 Uhr komplett ausverkauft. Hier konnte nur noch die Pizzeria aus der Nachbarschaft helfen. Aber für den „Ausverkauf“ gab es eine Entschuldigung. 150 Tänzer mehr als beim vorhergehenden Osterdance konnten wir wirklich nicht vorhersehen. In den Folgejahren passierte uns so etwas aber nicht mehr.
Allerdings forderte bereits der 1. Osterdance unser Improvisationstalent heraus. Wir hatten mit zirka 120 Tänzern gerechnet. Gekommen waren 220 Tänzer. Die Tanzfläche war hoffnungslos überfüllt. Doch dank des schönen Wetters wurden kurzerhand Lautsprecher ins Freie gestellt und somit ohne Platzprobleme in der Frühlingssonne getanzt. Die Folge davon war dann der Umzug in die Seckachtalhalle und der Seckacher Schule. Doch auch hier hatten wir unsere Grenzen bald erreicht denn in den nächsten 12 Jahren stieg die Zahl der Tänzer von Jahr zu Jahr auf bis zu 620 Gästen an.

Ein Bild das Geschichte ist. Ein „volles Haus“ beim Osterdance der Yellow Rabbits in Seckach
Hatten wir nun den Ostermontag gut überstanden, kam unser größtes Problem. Für den Abbau der Dekoration, den „Rückbau“ der Klassenzimmer und der Geräteräume, der Küchenreinigung und den Abtransport und die Einlagerung unserer Geräte fehlten uns nun endgültig die Helfer. Verständlich denn jeder musste wieder auf Arbeit. So blieben auch diese Arbeiten an einer Handvoll Mitglieder hängen.
Es war nicht die Anzahl der Tänzer die zu diesem Entschluss führten, im Gegenteil, die hat uns Stolz gemacht und war für uns immer Verpflichtung von Jahr zu Jahr weiter zu machen. Aber viel hat sich in den 13 Jahren auf der Welt verändert und so gab es auch Veränderungen in unserem Club. Neue Mitglieder sind hinzu gekommen, andere sind weggezogen oder aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Und die Hauptakteure sind auch 13 Jahre älter geworden. Wir haben viel und lange darüber diskutiert was wir machen sollen oder machen können. Eines wollten wir auf keinen Fall tun. Unseren einst gefassten Grundsatz, dass unsere Gäste und deren Spaß im Mittelpunkt stehen, daran wollten wir keine Abstriche machen. Auch das Programm wollten wir nicht ändern. Und so blieb nur noch eine Entscheidung übrig. Der „Osterdance“ verabschiedet sich schweren Herzens von seinen Gästen.
Damit bleibt uns zum Schluss nur bei allen vielmals Danke zu sagen. Ein besonderer Dank geht noch an die vielen, vielen Tänzer die uns über lange Jahre hinweg die Treue gehalten haben.
Wir sehen uns bestimmt bald wieder, dann aber zum gemeinsamen Tanz in einem Square.
Helga Mehlhase
Präsidentin „Yellow Rabbits, Seckach“
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